09.10.09 15:03

Kosmehl: „Fanszene muss sich von Gewalttätern distanzieren“

 

Gewalt gegen Polizisten nach Regionalliga-Spiel

Auf Antrag der FDP-Fraktion kam heute am Rande der Landtagssitzung der Innenausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Die Landesregierung sollte möglichst zeitnah Stellung zu den Berichten zu Übergriffen auf Polizisten am Rande des Regionalliga-Fußballspiels Hallescher FC gegen den 1. FC Magdeburg nehmen.

„Der Angriff ist in höchstem Maße beunruhigend,“ erklärte der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Guido Kosmehl nach der Sitzung. „Die Polizisten sind bei Fußballspielen vor Ort, um alle Beteiligten und insbesondere auch die Fans vor Gewalt zu schützen. Das sie nun offensichtlich mit Vorsatz selbst zu Zielscheibe werden, ist eine schlechte Nachricht für die Sicherheitslage im Land und damit für jeden einzelnen Bürger.“

Kosmehl forderte die Fanszene auf sich von den Angreifern offen zu distanzieren: „Die friedlichen Fans dürfen sich nicht von einigen Gewalttätern in Komplizenschaft nehmen lassen, wer Informationen über die Täter hat sollte sie der Polizei mitteilen. Gerade die friedlichen Fans werden nämlich zu Opfern von Gewalt. werden, wenn die Polizisten in Zukunft mehr damit beschäftigt sein dürften, sich selbst zu schützen.“

Von der Landesregierung erwarte er Vorschläge, mit welchen Konzepten sie zukünftig solche Vorfälle verhindern will: „Wir als Abgeordnete wollen vor allem wissen, ob unsere Polizisten etwa weitere Einsatzmittel und Ausrüstungsgegenstände benötigen.“ Mit Erfolg beantragte er dazu, das Thema im Innenausschuss im Januar erneut aufzurufen. Dann soll gemeinsam mit den Vereinen, den Fanprojekten, den Polizeigewerkschaften an Lösungen gearbeitet werden. Nicht zuletzt sollen aber auch die Einsatzbeamten zu Wort kommen.